Dienstag, 25. November 2008

Die Freiheit der Gedanken

Heute habe ich mir vorgenommen ein wenig über die Freiheit der Gedanken nachzudenken. Dieser Gedanke, also der Gedanke über die Freiheit der Gedanken nachzudenken, war plötzlich da. Ich habe ihn plötzlich wahrgenommen. Er war plötzlich da wie jeder andere Gedanke auch. Insofern sind Gedanken also per Definition frei. Ein Gedanke folgt dem anderen, im eigenen Bewusstsein lauscht man diesen (eigenen) Gedanken.
Machen wir ein Gedanken - Experiment. Gedanken die man hat behält man für sich, also man spricht nicht darüber und man schreibt nicht darüber. Existieren diese Gedanken nun? Es gibt niemanden außer einem selbst der diese Gedanken kennt. Obwohl, das ist nun ja schon eine Annahme. Im Grunde genommen kennt man den Ursprung seiner eigenen Gedanken nicht, man kann ja nur im eigenen Bewusstsein feststellen dass sie plötzlich da sind. Hier nimmt man dann an dass diese Gedanken den Ursprung in einem selbst haben, im Unterbewusstsein oder im Gehirn. Das muss aber nicht so sein. Gedanken werden also irgendwo gebildet, bewusst im eigenen Bewusstsein geschieht das nicht wie man ganz leicht feststellt wenn man sich genau beobachtet. Hier sind wir schon wieder bei der Freiheit der Gedanken, man kann nicht mal seine eigenen Gedanken erzwingen, man kann schon eher Gedanken anderer wenn schon nicht erzwingen dann zumindest auslösen. Sie denken z.B. jetzt im Moment ganz sicher an einen Apfel nur weil ich hier jetzt Apfel geschrieben habe und sie es lesen. Sie können auch ganz sicher nicht nicht an einen Apfel denken wenn sie es gelesen haben, da ist es nämlich schon zu spät. Ihre Gedanken sind also nicht frei, oder? Also die Gedanken an sich schon, aber nicht ihr Wille zu denken was sie wollen oder nicht. Gut sie könnten einwenden sie wollten gerade an den Apfel denken, aber jetzt mal ehrlich, es zu vermeiden wäre doch unmöglich gewesen.
Die Freiheit der eigenen Gedanken geht schneller verloren als man glaubt wenn man sich dieses einfache Apfel- Beispiel vor Augen hält, jedes Wort, ob gelesen oder gehört löst unweigerlich eigene Gedanken aus, dem kann man sich gar nicht entziehen. Man ist schneller "Gehirn-gewaschen" als man annehmen möchte. Wenn man es so sehen will, man kann es natürlich auch als Inspiration auffassen. Es kommt also ganz darauf an was man liest und wo man zuhört. Und was man schreibt und was man spricht. Oder man bleibt im Gedanken -Experiment und behält seine Gedanken für sich. Dann sind sie eingesperrt. Wenn sie ausschließlich in uns selbst sind. Was man auch bezweifeln kann. Aber genug jetzt, eigentlich wollt ich ja nur ein wenig darüber nachdenken.....