Ob es jemanden gibt der sich an den Beginn seiner eigenen Existenz erinnern kann? Seine eigene Kindheit, von der Geburt ja gar nicht zu sprechen, kennt man doch eigentlich nur aus Erzählungen, also von anderen, man hat in der Regel keine eigenen bewussten Erinnerungen an seine (frühe) Kindheit.
Wenn ich als Beginn seiner eigenen Existenz nun jenen Zeitpunkt nehme wo einem das erste mal selbst bewusst wurde das man hier ist, hier auf der Welt, und zwar in dem Sinn dass die eigene Aufmerksamkeit sich auf die eigenen Gedanken hiezu richtet, dann bin ich nicht in der Lage diesen Zeitpunkt auch nur annähernd anzugeben. Diesen Zeitpunkt, den man nun in der Regel gar nicht kennt, den hat man sich nun auch sicher nicht bewusst (frei) gewählt, ebenso wenig wie ganz allgemein sein physisches Erscheinen auf dieser Welt.
Gut, einmal hier merkt man dies nun irgendwann. Man bemerkt neben Reizen die offensichtlich aus der Umgebung stammen (Licht, Schall, Gerüche usw.) auch Reize oder Impulse, Informationen, die scheinbar aus seinem eigenen Inneren kommen. Es sind die eigenen Gedanken.
Bei sauberer Beobachtung der eigenen Gedanken stellt man fest dass einem diese Gedanken wortwörtlich "kommen" , man sie im Bewusstsein letztendlich betrachtet. Sie sind defakto immer mit mehr oder weniger Empfindung ("Gefühl") vermischt. Diese Fähigkeit, dieses Phänomen eigentlich, nämlich Gedanken zu haben ist einfach vorhanden, das wählt man sich genauso wenig aus wie seine eigene Existenz.
Eine besondere Fähigkeit ist nun Ideen zu haben. Ideen sind spezielle Gedanken die zur Lösung einer bestimmten Aufgabe nützlich sein können. (Es gibt zumindest auch im Sprachgebrauch "blöde Ideen" , davon soll hier nun mal nicht die Rede sein).
Diese Ideen nun, die kommen einem oder eben nicht. Wie das mit Gedanken ganz allgemein so ist. Man kann im Bewusstsein keine Idee erzeugen, ich persönlich habe nicht mal eine Idee wie das rein theoretisch möglich sein sollte. Diese Idee (oder der Gedanke) fällt einem ein, fällt einem letztendlich zu.
Woher kommen nun Gedanken und Ideen? Sie treffen im Bewusstsein ein, Bewusstsein selbst wiederum ist eine Fähigkeit die man hat, sich nicht wählt und auch nicht macht. Hier an dieser Stelle sollte man sich auch noch vergegenwärtigen dass Gedanken grundsätzlich einmal verständlich sind, wenn man also etwa Deutsch spricht dann hat man keine chinesischen (oder eine andere Sprache) Gedanken. Die Gedanken sind also prinzipiell einmal verständlich und auch der Inhalt ist zumindest in der Regel nicht eine bunt zusammen gewürfelte Aneinanderreihung von Buchstaben und Worten, ist also grundsätzlich einmal von "Gehalt", also Information, wenn auch nicht unbedingt notwendigerweise "sinnvoll" im engeren Sinn. Woher kommt diese Information ? Was man im Bewusstsein feststellen kann ist ja eigentlich nur dass es "irgendwo" her kommt, sagen wir mal gängigerweise aus dem Unbewussten, dem Unterbewusstsein.
Wie kommt es dort hinein ? Grundsätzlich kann Information ja dort gebildet werden, entsprechende Bildungsgesetze vorausgesetzt und auch vorausgesetzt bestimmte Informationen liegen bereits vor. So wird das auch ablaufen denke ich mal, viele Informationen die im Unbewussten vorliegen werden durch erlernen und Informationsaufnahme von außen, über Sinnesorgane und letztendlich auch Wissen von anderen Lebewesen gebildet.
Es ist unserer faszinierenden Konstruktion zuzuschreiben dass dies alles funktioniert und wir, dank unseres Bewusstseins diese unsere Existenz auch erfahren, wahrnehmen können.
An dieser Stelle möchte ich auch nochmals erwähnen dass über unsere Sinnesorgane und unser Unterbewusstsein Informationen im Bewusstsein angeboten werden, es sind die Gedanken. Wir haben keine Möglichkeit hier zu wählen was uns angeboten wird und was nicht, wir kennen eben nur die uns angebotenen Informationen.
Des Weiteren wäre hier nun auch ein geeigneter Zeitpunkt nochmals darüber nachzudenken wo denn Ideen und Informationen letztendlich herkommen. Ich bin überzeugt davon dass wir auch (auch über unser Unter-Bewusstsein) Informationen verarbeiten , bzw. Informationen auf uns einwirken, die nicht nur über die uns bekannten Sinnesorgane eintreffen und von unserer uns vertrauten unmittelbar wahrgenommen Umgebung stammen, sondern auch vom "Weltgedächtnis" dem "Informationsraum" oder der "Weltseele". Hierüber wird noch zu schreiben sein, ich denke das was als (individuelle) Seele bezeichnet und gedacht wird ist im Grunde genommen die (unbewusste) Beziehung zu diesem Informationsraum.
Die eigene Existenz wird einem gegeben, genauso wie einem Gedanken und Ideen angeboten werden. Diese Gedanken und Ideen können Zeit und Raum überwinden, man sollte behutsam und vorsichtig damit umgehen. Und man sollte aufmerksam sein und dankbar. Die eigene individuelle Existenz ist vergänglich. Auch hier hat man keine Wahl.
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