Bei Wikipedia findet man über Erkenntnis folgende Aussage "Akt und Ergebnis der durch Einsicht und/oder Erfahrung gewonnenen Kenntnis, nicht notwendig intersubjektiv". Ich denke Erkenntnis kann letztendlich nur subjektiv sein, immer nur die eigene Vorstellungswelt bleiben. Die eigene erkennende Instanz, die Erfahrungen und Eindrücke über Sinnesorgane und gedankliche Leistung sammelt, bleibt isoliert. Selbst wenn man über technische Hilfsmittel in der Lage wäre einen Zugang zur Gedankenwelt zu finden, hier "wahre Erkenntnis" einbringen könnte, das bewusste Empfinden "so sind die Dinge, so stellt sich für mich die Welt dar, so verstehe ich das was ich sehe, spüre, denke", ist und bleibt die einzig mögliche Realität eines einzelnen Menschen. Ich würde für mich Erkenntnis als (vorläufiges) Ergebnis eines Denkprozesses zu einer individuell bedeutungsvollen Thematik bzw. Fragestellung bezeichnen. Erkenntnis und Einsicht sind für mich in etwa dasselbe. Eine Erkenntnis, eine Einsicht stellt nun den Umstand, das Faktum, dar dass Einsicht, letzte Einsicht oder "wahre Erkenntnis" der Dinge schlicht und einfach nicht möglich ist. Man kann Erkenntnis (im Gegensatz zu Wissen) auch nicht übernehmen, Erkenntnis, Einsicht muss sich individuell einstellen. Ein in Gang gesetzter Denkprozess zu einer bestimmten bedeutungsvollen Frage endet irgendwann weil sich Einsicht einstellt, oder weil man ihn bewusst beendet. Das kann auch die Erkenntnis oder Einsicht sein "es nicht zu verstehen aber nicht mehr darüber nachdenken zu wollen". Ein Beispiel dafür wäre die Frage "warum bin ich auf der Welt" oder "Der Sinn des (eigenen) Lebens". Langes brüten und nachdenken über diese Fragen kann auch irgendwann zur Erkenntnis führen "ich weiß es nicht", bzw. "ich komme hier nicht weiter, nicht dahinter". Die Erkenntnis als Einsicht beendet den Nachdenkprozess. Die Fragestellung wird egal, verliert die Bedeutung. Das wäre auch so eine allgemeine Erkenntnis, man muss nicht über alles nachdenken, wir hatten schon darüber geschrieben. Man lebt ganz gut damit.
Man kann sich Erkenntnis und Einsicht nicht aussuchen. Man hat überhaupt keine andere Möglichkeit als es zu versuchen, und keine Gewähr dass es funktioniert. Schon alleine der Umstand dass man überhaupt in der Lage darüber nachzudenken ist "Gnade der Natur". (Man kann es auch als Gott bezeichnen wenn man will). Hier kann man es drehen und wenden wie man immer will, man kann üben, man kann sich bemühen (und selbst dafür muss man genau genommen die Grundlagen dafür mitbekommen haben), man kann nur denken was einem möglich ist (einem ermöglicht wird). Man ist hier nicht (beliebig) frei. So ist das. Man bräuchte darüber nicht mehr weiter nachzudenken. Es ist Erkenntis. Erkenntis ist immer individuell und muss nicht logisch sein. Logisch.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen